Weiße Liege mit zwei Kissen zur Hypno- bzw. Hypnosetherapie.

Hypnosetherapie – Hypnotherapie – Hypnotherapy

Kurzgefasst

Hypnose-Behandlung oder Behandlung mittels Hypnose

Begriffsbedeutung auf den Punkt gebracht.


Theorie und Praxis

Die Therapieformen beinhalten die Fähigkeiten und das Wissen, mittels hypnotischer Verfahren zu therapieren.
So sollte jeder Hypnosetherapeut über ein breit gefächertes Repertoire seines Fachgebietes – sowohl theoretisch als auch praktischer Art – verfügen.

Wichtige Wissensinhalte

  • Hypnoseverfahren
  • Induktionen
  • Exduktionen
  • Trancen
  • Selbsthypnose
  • Suggestionen
  • Affirmationen
  • Interventionen
  • Krisenmanagement
  • Psychologie
  • Psychologische Krankheitsbilder

Hypnose Coaching – Hypnose-Therapie

Im Gegensatz zum Hypnose-Coaching, welches bei gesunden Menschen eingesetzt werden kann, bedarf die Therapie eine Heilerlaubnis. Ärzte, Psychologen, Heilpraktiker oder Heilpraktiker Psychotherapie dürfen mit entsprechender Heilerlaubnis eine Hypnosetherapie/Hypnotherapie durchführen.

Milton H. Erickson

Der Psychiater Milton H. Erickson gilt noch heute, gut 40 Jahre nach seinem Tod, als Wegweiser der „Hypno-Psycho-Therapie“. Er wandte Hypnose unter anderem bei Verhaltensstörungen und psychosomatischen Erkrankungen erfolgreich an. Erickson prägt noch heute die moderne Hypnotherapie.

Erickson formte den englischsprachigen Begriff der: Hypnotherapy

Im Vordergrund steht die erfolgreiche Kommunikation zwischen dem Patienten und dem Hypnotherapeuten. Durch die Trance tritt die Kontrollfunktion des Klienten und sein analysierender Verstand immer mehr in den Hintergrund. Dies erlaubt dem Therapeuten das sich öffnende Unterbewusstsein des Klienten, positiv zu beeinflussen, so wie es mit dem Klienten im Vorhinein abgesprochen wurde.

Als Werkzeuge stehen die Sprache, innere Bilder, Gefühle, Suggestionen und Affirmationen, Metaphern, Geschichten, Analogien, unvollendete Sätze und vieles mehr zur Verfügung.

Kurzzeittherapie

Hypnosetherapie wird häufig als Kurzzeittherapie angewendet. Nach Aufnahme der Anamnese werden zusammen mit dem Klienten Ziele entwickelt. Dementsprechend wird die Vorgehensweise festgelegt.

Wichtiger Bestandteil des Erfolges ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Hypnotisand und Hypnosetherapeut. Optimal ist ein Feedback am Ende oder nach der Therapie, um die Erfolge darzulegen.

Hypnosetherapie – Psychotherapie

Natürlich sind diverse psychotherapeutische Verfahren mit der Hypnosetherapie kombinierbar. Die Gesprächstherapie eignet sich ebenso wie die Verhaltenstherapie und viele andere.

Auswahl an Indikationen in Anlehnung an den ICD 10

  • Affektive Störungen
    ·Arten der Depression ·Hypomanie
  • Angststörungen
    ·Phobien ·Panikattacken ·Zwang
  • Belastungsstörungen
    ·akute Belastung ·posttraumatische Belastung ·Anpassungsstörung
  • Dissoziative Störungen
    ·Konversionsstörung ·Somatoforme Störungen ·Somatoforme Schmerzen ·Reizdarm ·Fibromyalgie ·Autonome Funktionsstörungen ·Konversionen ·Hypochondrie ·Dissoziative Identitätsstörung ·Amnesie ·Fugue ·Stupor
  • Essstörungen
    ·Essattacken ·Anorexie ·Bulimie
  • Andere Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen
    ·Schlafstörungen ·Sexuelle Störungen
  • Psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten
    ·Operationsschmerz ·Geburtsschmerz ·Krebsschmerz ·Migräne
  • Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensstörungen
    ·Abnorme Gewohnheiten ·Störung der sexuellen Identität
  • Abhängigkeit und Substanzmissbrauch
    ·Nikotinabhängigkeit ·Alkoholismus ·Missbrauch psychotroper Drogen
  • Schizophrenie und wahnhafte Störungen
    ·Schizophrenie ohne Intelligenzminderung
  • Hirnorganische Störungen
    ·Lähmung nach Insult ·Infarkt ·Multiple Sklerose
  • Zusätzlich
    ·Adipositas
  • Kinder und Jugendliche
    ·Schmerzkontrolle ·Enuresis ·Übelkeit und Erbrechen bei Krebs ·Ties ·Aufmerksamkeitsstörungen ·Störungen des Sozialverhaltens

Auswahl wichtiger Kontraindikationen

  • Akute Psychose
  • Manie
  • Paranoia
  • Schizophrener Schub

Siehe auch Kontraindikationen.

Anmerkung: Je nach Literatur oder Ausbildung werden die Kontraindikationen zum Teil unterschiedlich eingestuft.
So Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie bitte ggf. die Eignung für eine Hypnosetherapie von einem Psychiater abklären.

Auswahl relativer Kontraindikationen

  • Demenz (je nach Stadium)
  • Schwere Borderline-Störung (Rapportverlust)
    ·Borderline gilt auch als absolute Kontraindikation
  • Narzisstische Störung

Einfühlungsvermögen und hohe Kompetenz

  • Missbrauchsopfer
  • schwere Traumata

Vorsicht: Es können während der Hypnosetherapie alte Traumata wiedererinnert werden!
Der Therapeut sollte für diesen Fall entsprechend geschult sein.

Psychotherapeutengesetz – Wissenschaft

Die Hypnotherapie wurde im Jahre 2006 in Deutschland vom „Wissenschaftlichen Beirat der Psychotherapie“ als wissenschaftliche Methode der Psychotherapie nach § 11 des Psychotherapeutengesetzes für Erwachsende in bestimmten Anwendungsbereichen anerkannt.

Hypnosetherapie bei Krankheiten etc.

  • Asthma
  • Blockadenlösung
  • Bluthochdruck
  • Examensangst
  • Frigidität
  • Heuschnupfen
  • Hochbegabung
  • Hochsensibilität
  • Impotenz
  • Inneres Kind heilen
  • Kinderwunschtherapie
  • Krebstherapie
  • Kopfschmerzen
  • Lernstörungen
  • Libidoverlust
  • Partnerschaftskrisen
  • Prüfungsangst
  • Rauchentwöhnung
  • Regeneration (Operationen, Unfälle, Sportbereich)
  • Reiz-Darm
  • Scheidenkrämpfe
  • Tinnitus
  • Trauerbewältigung
  • Traumatherapie
  • Verlustbewältigung
  • Vorzeitiger Samenerguss
  • Wohlfühlgewicht